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Aktuelles

  • Löschschaumlabor
    Das Labor Löschschäume findet dieses Jahr im November statt, wobei detaillierte Informationen dem... [mehr]
  • Wissenschaftliche Arbeiten im Wintersemester 20 / 21
    Die Anmeldung für die Wissenschaftlichen Arbeiten am Lehrstuhl für Chemische Sicherheit und... [mehr]
  • Gefährlicher Müll: Lithium-Ionen-Batterien
    Im WDR Lokalzeit Bergisches Land vom 29.09.2020 wird über das Thema Gefährlicher Müll:... [mehr]
  • Vorlesungen des Sommersemesters 2020
    Auf Grund der aktuellen Lage in Bezug auf das Coronavirus hat das Ministerium für Kultur und... [mehr]
  • Brennende E-Autos: Akkus schwer zu löschen
    In den WDR-Nachrichten für Düsseldorf wurde dieser Artikel veröffentlicht.  [mehr]
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Forschungseinrichtungen

1. Chemische Sicherheit

Chemische Reaktionen und Prozesse sind die Basis aller Brandereignisse, ihrer Folgen und Interventionsmöglichkeiten. Die chemische Energie des Systems Brandgut/Oxidationsmittel wird nach Überwindung der Aktivierungsenergie freigesetzt, die dabei auftretenden Wärmefreisetzungsraten sind über die Reaktionsgeschwindigkeit u. a. von der Reaktionskinetik abhängig. Insbesondere die in verschiedenen Phasen freiwerdenden Stoffe und Stoffströme sind primär ursächlich für die entstehenden wesentlichen Personen- und Sachschäden. Die Schäden durch Brandrauch übersteigen die oxidationsbedingten Brandschäden um Größenordnungen.

  • Brandchemie

    • Brandemissionen:  Entstehung von Brandrauch und Brandzersetzungsprodukten, Quantitative Aspekte der Brandrauchemission als Grundlage für Quellterme zur Gefahrenabschätzung von Bränden
    • Brandreaktionen: Chemisch-strukturelle Zusammenhänge zwischen Brandgut, Brandrauch und Umgebungsbedingungen, Einflüsse auf die Brandrauchzusammensetzung und die Reaktionsmechanismen der Verbrennung, Zündverhalten und Energiegehalte
    • Brandursachen: Verfahrensanalyse bestehender Brandursachenermittlungsverfahren, Grundlagenforschung von Entzündungs- und Ausbreitungsmechanismen bei Bränden, Ableitung präventiver Maßnahmen
    • Quantitative Aspekte der Brandrauchemission als Grundlage für Quellterme zur Gefahrenabschätzung von Bränden
    • Brandzersetzungsprodukte neuer Werkstoffe und Technologien

  • Löschmittelchemie

    • Entwicklung von Löschmitteln und Löschverfahren, die bei der Brandbekämpfung die Freisetzung bestimmter Brandzersetzungsprodukte unterdrücken
    • Untersuchung thermodynamischer und kinetischer Aspekte beim Löschvorgang zur Gewinnung neuer Ansätze bei der Entwicklung neuer Löschmittel
    • Inhärenter Brandschutz chemisch-technischer System
    • Ermittlung der Anwendungsgrenzen, Bestimmung von Kenndaten und Ableitung von Löscheigenschaften und Betrachtung des Einflusses auf die Umwelt 

  • Chemische Sicherheit

    • Sicherheit chemischer Systeme, also die messtechnische Analyse, die Reaktion auf chemische und physikalische Einflüsse und deren Verhinderung
    • Thermische Zersetzungsreaktionen und –produkte, sowie Brandverläufe neuer Werkstoffe und Technologien, Sicherung empfindlicher chemischer Systeme

2. Gefahrenabwehrmanagement

Bei der Gefahrenabwehr sind in sehr kurzer Zeit methodische Entscheidungen mit z. T. erheblichen Auswirkungen zu treffen. Organisationswissenschaftlich werden für das unternehmerische Management Werkzeuge entwickelt, die die Lösung ähnlicher Entscheidungssituationen in Betrieben verbessern sollen, z. B. im Projektmanagement. Die methodische Entscheidungsfindung hat bei der Brandbekämpfung unmittelbare qualitative und quantitative Auswirkungen auf den entstehenden Schaden. 

  • Gefahrenabwehrmanagement

    • Untersuchung der Übertragbarkeit neuer Managementmethoden auf das Gefahren-abwehrmanagement. 
    • Vergleich der Auswirkungen verschiedener einsatztaktischer Entscheidungen auf die Schadensauswirkungen zur Entwicklung von Qualitätskriterien für eine "Gute Einsatzpraxis"

3. Konzeptioneller Brandschutz

Bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten soll das Risiko durch Zusammenwirken vorbeugender baulicher, anlagentechnischer und organisatorischer Maßnahmen auf ein gesellschaftlich toleriertes Maß sinken. Die Wechselwirkungen mit Maßnahmen des abwehrenden Brandschutzes sind bisher überwiegend nur empirisch-traditionell und tradiert untersetzt. 

  • Wechselwirkungen

    • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen vorbeugenden baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen sowie der Schnittstellen zwischen Maßnahmen des vorbeugenden und des abwehrenden Brandschutzes
    • Wechselwirkungen zwischen den Gebäude- und Grundriss-Strukturen (Rettungs- und Angriffswege) und den taktischen Brandbekämpfungsoptionen, Reduzierung einsatz-bedingter Rauchschäden

  • Betriebskontinuität - Maßstab der Brandschutzplanung und Brandbekämpfung

    • Optimierung von Brandschutzkonzepten zur Verringerung von Schäden durch Brandereignisse, die betriebliche Abläufe beeinträchtigen und Betriebsausfälle verursachen.
    • Untersuchung der Wechselwirkung von Brandbekämpfungsmaßnahmen mit der Dauer des Betriebsausfalls zur Optimierung von Methoden der Brandbekämpfung insbesondere unter Berücksichtigung der Rauchschäden ("Gute Einsatzpraxis").